Choreografie: Didi Nowakowski
Dauer: ca. 60 Minuten (keine Pause)
Dauer: ca. 60 Minuten (keine Pause)
Zum Stück
Wie nah können wir uns sein, wenn uns nur Bildschirme verbinden? „Zur Hölle und zurück“ ist eine choreografische Spurensuche im Spannungsfeld zwischen digitaler Hyperkonnektivität und physischer Isolation. Das Stück untersucht den Verlust und die Wiederentdeckung der echten, greifbaren menschlichen Berührung in einer zunehmend technisierten Welt.
Künstlerisches Konzept & Bewegungssprache
Die Inszenierung lebt von scharfen Kontrasten. Zu Beginn dominieren mechanische, repetitive und isolierte Bewegungen des Ensembles. Die Tänzerinnen und Tänzer agieren wie synchrone Rädchen in einer unsichtbaren Maschinerie – nah beieinander, aber ohne echten Blickkontakt. Visuell unterstützt wird diese Distanz durch ein reduziertes Lichtdesign, das die Performer in eigenen, engen Lichtkegeln isoliert.
Im Laufe der Performance bricht diese starre Struktur auf. Die Bewegungssprache wandelt sich hin zum Contact Improvisation und fließenden, zeitgenössischen Elementen. Das Ensemble sucht den Widerstand, das Gewicht des anderen und schließlich die befreiende Dynamik des gemeinsamen Rhythmus. Die Musik – eine Kollision aus kalten, elektronischen Synthesizer-Klängen und warmen, live gespielten Cello-Melodien – spiegelt diesen emotionalen Befreiungsschlag wider.
„Zur Hölle und zurück“ ist kein Plädoyer gegen die Moderne, sondern eine Einladung an das Publikum, innezuhalten. Es stellt die Frage, was uns im Kern ausmacht, wenn wir die digitalen Masken fallen lassen.